Junge, wie die Zeit vergeht…

 

…schon wieder sind ein paar Wochen ins Land gezogen

und die haben wir damit verbracht um die Gegend weiter zu erkunden denn wir wollen ja unseren Gästen erzählen können wo es was schönes zu besichtigen gibt. Und euch wollen wir natürlich auch ein paar schöne Spots auf Bali vorstellen. Und obendrein besuchen uns im August unsere lieben Freunde Tina und Markus und da müssen wir doch einfach ein bisschen Programm bieten. Also fangen wir mal mit den Zwillings-Seen Buyan und Tamblingan an. Schon die Fahrt dorthin ist ein Erlebnis. Momentan duftet es in den Hügeln herrlich nach Nelken, Hortensien blühen und die Temperatur erinnert ein bisschen an Herbst. Da fängt Oli ja schon aus Prinzip an zu frieren und muss sich erstmal eine heisse Schokolade gönnen.

es wird Winter
es wird Winter

Die zwei Seen liegen wunderschön ca. 1000 m über dem Meeresspiegel und sind umrahmt von üppig bewachsenen Bergen. Genauer gesagt sind diese Berge eigentlich der Krater eines erloschenen Vulkans und ursprünglich waren die beiden Gewässer vor vielen Jahren noch ein See. Doch durch einen Erdrutsch um ca. 1800 wurden sie voneinander getrennt. Nun teilt sie ein ca. 2 km langer Wall.  Fährt man ein paar Kilometer weiter kommt man in das Dorf Bedugul das bekannt für seine Erdbeerfelder ist. Ja, ihr hört richtig. Sogar auf Bali wachsen Erdbeeren. Überhaupt findet fast die komplette Landwirtschaft in den Hügeln statt, da es hier immer ein paar Grad kühler ist und öfter regnet.

Dann waren wir auch noch im einzigen buddhistischen Kloster, dem Brahma Vihara Arama. Es liegt still und etwas abgeschieden auf einem Hügel in der Banjar Region. Erbaut wurde es zwischen 1958 und 1970 und momentan wird dort gerade renoviert. Umso schöner kann es dann in neuem Glanz erstrahlen. An einem Springbrunnen vorbei in dem herrliche Lotuspflanzen blühen, führen zahlreiche Treppen die mit den buddhistischen Erleuchtungsstufen in Sanskrit und Indonesisch beschriftet sind zu Gebetsräumen im chinesischen und südostasiatischen Stil. Ein weiteres Highlight ist eine siebenstufige Anlage mit einem großen offenen Mediatationsplatz. Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht bis zur Küste. Auch imposant sind die vier weißen Buddhas die auf ihren Plätzen thronen und in die vier Himmelsrichtungen blicken. Wir fanden dieses Kloster eine Reise wert und kommen wieder wenn die Renovierungen abgeschlossen sind.

Unsere neueste Errungenschaft

Endlich ist es soweit. Wir haben einen eigenen Scooter und müssen nicht ständig auf ein Leihfahrzeug zurück greifen. Genauer gesagt besitzt unsere Firma jetzt endlich ein Firmenfahrzeug. Denn inzwischen ist die Firmengründung fast beendet und lautet offiziell auf den Namen PT holiday with friends. Und da es hier auch für die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs eine Zeremonie gibt wurde diese natürlich durchgeführt. Schließlich möchten wir die Götter um unfallfreie Fahrt bitten. Wie jede Zeremonie ist auch diese ein farbenfrohes Ereignis mit viel Räucherstäbchen und allerlei Opfergaben über die sich besonders unsere Hunde gefreut haben. Die klauen nämlich gern die Leckereien die da so auf dem Boden rumliegen. Ich habe mir aber sagen lassen, dass das keine schlechte Auswirkungen auf das Karma unserer Hunde hat da Opfergaben als geopfert gelten sobald das Gebet abgeschlossen ist. Danach stehen sie quasi zur freien Verfügung und da lassen sich unsere Vierbeiner nicht zweimal bitten.

Und unsere Baustelle gibt es natürlich auch noch!

Da hat sich inzwischen schon so einiges getan. Allerdings ist es schon ein bisschen verrückt wenn man dabei zusieht. Denn der ganze Ablauf ist total anders als wir es gewohnt sind. Maschinen werden hier eher minimalistisch eingesetzt und so ist der größte Teil des Baus noch echte „Handarbeit“. Viele fleißige Arbeiter heben hier tatsächlich noch per Hand die Baugrube aus. Und das bei 30 ° C. Das erstaunliche dabei ist, dass die Arbeiter trotz harter Arbeit immer gut gelaunt sind. Die Gerüste werden hier noch aus Bambusstangen gefertigt und Stahlgewebe werden aus einzelnen Stangen zusammengeknüpft. Unvorstellbar für Europa aber wirklich interessant zu beobachten. Um euch einen kleinen Eindruck davon zu vermitteln haben wir ein paar Bilder für euch gemacht.

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Irrgarten?
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Langsam gehts nach oben
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Ausblick aus den Zimmern
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es wächst
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echte Handarbeit
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jedes Drähtchen einzeln gebogen
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das „Rohmaterial“
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die einzige Maschine?
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Ausblick vom Eingang

Also, der Bau geht voran und läuft gut. Roland ist ein hervorragender Bauleiter mit viel Erfahrung und immer guten Tipps. Gemeinsam haben wir uns für eine solide Bauweise mit hochwertigen Baumaterialien entschieden um eine möglichst lange „Lebensdauer“ zu gewährleisten.  So haben wir beispielsweise auf die in Bali typischen Holzrahmen-Fenster zur Seeseite verzichtet und sie durch Alurahmen-Fenster ersetzt. Des Weiteren werden wir eine Osmose-Anlage installieren lassen. Diese ermöglicht es in der Küche Trinkwasser aus der Leitung zu zapfen. Ohne eine solche Anlage ist das Leitungswasser hier nicht trinkbar. Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit der Planung und dem Fortschritt.

Jetzt steht bei uns aber erstmal ein „Heimaturlaub“ an. Es ist kaum zu glauben aber tatsächlich ist schon fast ein halbes Jahr vergangen seit wir hier sind. Unser Sozialvisum läuft demnächst ab und wir müssen Indonesien verlassen. Die Gelegenheit nutzen wir dazu unsere Familien zu besuchen. Und ich persönlich freue mich da sehr drauf auch wenn ich jetzt mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehe wegen der Hunde. Aber die zwei sind bestens versorgt im Pet Paradise Bali und wir kommen ja wieder. Außerdem wird die Zeit wie im Flug vergehen denn bei mir ist schon jeder Tag verplant. Schließlich möchte ich so viele Familienmitglieder, Freunde und ehemalige Kollegen treffen wie irgendwie möglich. Und meine Lieben, ich freue mich auf jeden einzelnen von euch. 🙂 Wenn wir wieder zurück sind heisst der nächste Schritt, ran an die KITAS und die Arbeitserlaubnis. Wir haben schon alles in die Wege geleitet um diese Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten aber glaubt mir, das ist ein Bürokratie Akt der sich gewaschen hat. Aber auch diese Hürde werden wir überwinden.

Und dann haben wir wieder noch was zu erzählen womit wahrscheinlich keiner gerechnet hat. Nicht mal wir selbst. Ich sage nur soviel:

und täglich grüßt das Murmeltier 😉

 

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8 Gedanken zu “Junge, wie die Zeit vergeht…

  1. Hallo Oliver, hallo Karin,
    meine Neugierde wächst mit eurem Bau, und ich bin schon seit Stunden mit grübeln beschäftigt was das Murmeltier betrifft; bin noch nicht darauf gekommen aber ich rätsle weiter…..
    Ich freue mich auf euch bis bald Rosi

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    1. Tja liebe Rosi, du bist nicht die Einzige die von unserem Murmeltier beschäftigt wird, aber ein bisschen müsst ihr noch zappeln, wo bliebe da sonst der Spaß 😜? Wir freuen uns auch riesig auf Dich 😘

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  2. Hallo Karin, wann bist Du in Augsburg? Würde mich freuen Dich mal wieder zu sehen. 😍Wie wäre es mit Mittags Essen bei Mimmo? Was macht das Murmeltier? LG aus dem kalten Augsburg. ⛈️🌧️☔

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  3. Liebe Karin, lieber Oliver, liebe Franzis,
    es ist immer wieder schön von Euch zu hören, bzw. zu lesen. Wir hoffen, zumindest die Franzis demnächst zu sehen. Das rätselhafte Murmeltier beschäftigt uns schon, aber wir können warten. Liebe Grüße Gerda und Helmut

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