
Da ist sie wieder …
Kaum zu glauben aber wahr, wir haben unsere Tasche wieder. Nach einer guten Woche und mehrfachem nachfragen wurde unser Gepäckstück endlich gefunden. Es lungerte mutterseelenalleine in Singapur am Flughafen herum. Als endlich klar war, dass es sich dabei tatsächlich um unsere Tasche handelte wurde sie nach Denpasar geschickt. Aber wer jetzt glaubt man geht einfach zum Flughafen und holt sein Hab und Gut dort ab, der irrt sich gewaltig. Erstmal muss nämlich der Eigentümer mit in den „Hochsicherheitsbereich“. In unserem Fall hat sich Oliver dafür geopfert. Die Tasche wurde von innen nach außen und von oben nach unten durchkämmt und oooohhh was haben die Zöllner da entdeckt? Alkohol? Zigaretten? Drogen? Nein! Ein Spiel! Dieses nennt sich „Zug um Zug“ (man baut dabei Zugstrecken quer durch die Vereinigten Staaten) und wir haben es zur Bekämpfung evtl. auftretender Langeweile eingepackt. Natürlich hatten die balinesischen Zöllner damit nichts anfangen können fanden es aber mächtig interessant. Nachdem sie das Spiel in sämtliche Einzelteile zerlegt hatten wollten sie eine ausführliche Erläuterung wie es funktioniert. Scheinbar waren sie mit der Erklärung zufrieden denn sie ließen Oliver mitsamt unserer Tasche von dannen ziehen und so haben wir nun unser gutes Stück zurück. Zum Glück, denn es waren außer dem Spiel auch noch einige Abschiedsgeschenke von unseren Lieben zu Hause darin und diese hätten wir hier wirklich vermisst.
Auf nach Ubud …
Natürlich gibt es auf Bali noch mehr zu sehen als nur den Norden wo wir uns erstmal niedergelassen haben. Deswegen führte uns unser Weg vor einigen Tagen nach Ubud, eine kleine Stadt in Zentral-Bali. Dort gibt es viel zu entdecken. Kunsthandwerker, Märkte, traditionelle Tanzaufführungen und vieles mehr. Um es gleich vorweg zu nehmen, ein Tag ist auf keinen Fall genug um eine Stadt wie Ubud zu durchstreifen. Aber irgendwo muss man ja mal anfangen. Und so haben wir uns für das Marktviertel entschieden da unsere Kleiderschränke noch eher spärlich bestückt sind. Hier geht es wirklich verrückt zu. Ein Marktstand reiht sich direkt an den nächsten, oft weiss man gar nicht zu welchem Händler die Sachen nun eigentlich gehören. Aber das ist das geringste Problem, denn sobald man auch nur den Anschein erweckt sich in irgendeiner Art für die Ware zu interessieren schon ist der Verkäufer direkt bei dir und redet wild auf dich ein. „Beste Ware, bester Preis, du wirst auf ewig Glück haben wenn du doch nur bei ihm kaufst“. Die Preise die sie dir anbieten sind natürlich utopisch und so kann man gleich mal mit handeln anfangen. Das ist hier nämlich erstes Gebot, ohne Handeln geht hier mal gar nichts. Es sei denn man will sich komplett übers Ohr hauen lassen. Ein Einstiegsgebot von einem drittel des Preises ist mal ein guter Ansatz und selbst hier muss man noch abwägen was die so hoch gelobte Ware tatsächlich wert sein könnte. Nach anfänglichen Hemmungen haben wir das dann aber ganz gut hinbekommen. Die Taktik ist eigentlich ganz einfach. Sehr niedrigen Preis vorschlagen, Reaktion des Händlers abwarten (dieser ist natürlich entsetzt, schließlich wird er verhungern wenn er deinen Preis akzeptiert und wird dir den nächsten überteuerten Preis vorschlagen), daraufhin musst du völlig geschockt reagieren, dich umdrehen und gehen. Und siehe was jetzt passiert …. Der eben noch verhungernde Händler verfällt in Panik, hält dich fest und akzeptiert deinen Preis. Und et voilá – du hast ein Teil günstig erstanden und wirst ewiges Glück haben. Was will man mehr? So haben wir also das ein oder andere Schnäppchen erstanden und zusätzlich an Erfahrung gewonnen. Zum Beispiel die Erfahrung, dass man die Sachen auch gründlich anschauen sollte. Eine Box für Kleenex Tücher, die uns besonders gut gefallen hat warfen wir zu Hause direkt in den Müll. Die Box war nämlich schön in Plastik verpackt und sah wirklich gut aus. Als wir sie allerdings aus der Plastikfolie nahmen zerfiel sie in ihre Einzelteile. Tja, aus Erfahrung wird man klug. Alles schön auspacken und gründlich checken.
Zum Abschluss dieses schönen aber auch anstrengenden Tages gönnten wir uns noch einen „Schweinsbraten“ auf indonesische Art im Warung Ibu Oka. Hier ist alles auf Touristen ausgelegt, es gibt sogar einen Mini-Kakadu-Zoo. Unser Fazit zum Ibu Oka – es war gut, aber unser guter alter bayrischer Schweinsbraten mit Knödel ist uns dann doch lieber. Und außerdem bevorzugen wir das ganz schlichte Essen der Locals das überall erhältlich, super günstig und absolut lecker ist.
Alles in allem ist Ubud definitv einen Ausflug wert und wir kommen gerne wieder um uns die traditionelle Handwerkskunst und die berühmten Tänze anzusehen.

Was war denn jetzt eigentlich der Plan?
Wie wir euch ja im letzten Beitrag schon verraten haben ist es ja nun nicht so, dass wir nur hier sind um uns die Sonne auf den Pelz brennen zu lassen und Bali zu entdecken. Schließlich wollen wir hier ja nicht nur Urlaub machen sondern dauerhaft bleiben. Dazu braucht es aber, wie ja jeder weiß, auch auf Bali ein Einkommen. Was ist also die Idee? Unser Traum ist es ein kleines aber feines Bungalow Resort zu eröffnen. Ob das nun ein bestehendes ist, das wir übernehmen können oder vielleicht sogar ein neues gebaut wird, das ist noch offen. Überhaupt sind wir in alle Richtungen offen, wir haben uns ein halbes Jahr Zeit gegeben um die Lage hier zu erkunden, Kontakte zu knüpfen, mit Leuten zu sprechen die schon länger vor Ort sind und einfach um die Fühler in alle möglichen Richtungen auszustrecken. Natürlich haben wir bereits mit den ersten Maklern Kontakt aufgenommen und es gibt auch schon einige Termine, aber davon berichten wir euch in unserem nächsten Beitrag. Bleibt dran und begleitet uns auf unserer Suche …

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Ich bin gespannt wie es bei euch weitergeht…….
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Liebe Karin deine Kommentare lesen sich wie ein spannender Roman. Du beschreibst es so lustig und dennoch realistisch dass man glaubt dabei zu sein.
Freue mich schon auf den nächsten Beitrag und drückte weiterhin die Daumen. Liebe Grüße an Oliver und Francis
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Vielen Dank für das dicke Kompliment. Das geht natürlich runter wie Öl. Es freut mich, dass Dir unser Blog gefällt und keine Sorge… es bleibt spannend 😉
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Hallo Karin!
ich wünsche Euch gaanz viel Glück bei Eurem Vorhaben!
Deine Nama hat mir alkes zugesendet und lese mut Begeisterung deine Berichte!
macht es gut!!
Liebe Grüsse…Evi aus Muc
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Vielen Dank Evi, dann bleib mal schön weiter dran 😘
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